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Körperbalance Zentrum

Konzentrative Bewegungstherapie

Direktzugang zum Facharzt: Selbstverwaltung soll Ausnahmen für Patienten festlegen

Spüren Sie, wie sich der Gedanke an einen weiteren Weg zur Hausärztin schon im Nacken festsetzt, bevor Sie überhaupt beim Therapeuten angekommen sind?

Direktzugang zum Facharzt: Selbstverwaltung soll Ausnahmen für Patienten festlegen

Für viele Menschen mit chronischen Beschwerden ist genau dieser zusätzliche Schritt eine spürbare Belastung im Alltag – eine kleine Anspannung, die sich summiert. Nach einem Bericht des Deutschen Ärzteblatts soll im geplanten Primärversorgungssystem die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen entscheiden, für welche Facharztgruppen – wie die Psychotherapie – Patienten weiterhin einen Direktzugang ohne vorherige hausärztliche Überweisung behalten.

Wer entscheidet – und worüber

Im Kern geht es um die Frage, wer die Ausnahmen künftig definiert. Statt politisch festzulegen, welche Wege offen bleiben, sollen die Körperschaften der Selbstverwaltung – also die gemeinsame Selbstverwaltung von Ärzten, Psychotherapeuten und Krankenkassen – selbst bestimmen, welche Fachgruppen ihren Patientinnen und Patienten weiterhin ohne Umweg zur Verfügung stehen. Ausdrücklich genannt wird dabei auch die kontinuierliche Versorgung chronisch kranker Menschen. Wer schon lange eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung pflegt, weiß, wie viel Stabilität in dieser bestehenden Erreichbarkeit liegt – und wie schnell sich diese verändert, wenn ein zusätzliches Nadelöhr dazwischen geschaltet wird.

Was das für Ihren Alltag bedeuten kann

Noch ist offen, welche Fachgruppen tatsächlich vom Direktzugang ausgenommen werden und wie Übergangsregelungen konkret aussehen. Wenn Sie aktuell in einer Psychotherapie, in der Konzentrativen Bewegungstherapie oder in einer anderen fachärztlichen Begleitung sind, lohnt es sich, die nächsten Beschlüsse aufmerksam zu verfolgen. Achten Sie darauf, ob Ihre bisherige Praxis als Ausnahme berücksichtigt wird und welche Fristen oder Nachweise möglicherweise neu hinzukommen. Fragen Sie in der Praxis nach, sobald sich die Regelung konkretisiert – und trauen Sie sich, Ihre bisherigen Erfahrungen mit dem Weg dorthin zu schildern. Sie sind es, die spüren, ob ein System trägt.

Nehmen Sie sich abschließend kurz Zeit, um nachzuspüren, wie viel Kraft Sie derzeit in die Organisation Ihrer Wege investieren. Atmen Sie einmal bewusst in den Brustkorb, lassen Sie die Schultern sinken und spüren Sie, wo im Körper die Anspannung sitzt, die mit jedem zusätzlichen Termin verbunden ist. Diese Selbstwahrnehmung hilft Ihnen, auch in Veränderungen den eigenen Boden nicht zu verlieren – und gibt Ihnen eine klare Grundlage, wenn Sie das nächste Mal mit Ihrer Praxis über Ihre Versorgung sprechen.